Skywatcher N 150/1200 Skyliner: Review & Vor- und Nachteile

In diesem Review nehmen wir das Skywatcher N150/1200 Skyliner näher unter die Lupe. 

Was taugt es? Für wen kommt es infrage? Wir stellen Ihnen außerdem die wichtigsten Vor- und Nachteile des Modells vor.

Vorab sei bereits gesagt, dass das Skywatcher Dobson Teleskop N 150/1200 Skyliner Classic DOB (Amazon.de) vor allem für Beobachter gedacht ist, die ihren Schwerpunkt auf die Mond- und Planetenbeobachtung legen wollen. Aber auch einige Deep Sky Beobachtungen sind möglich.

Wer sich mit einem größeren Teleskop anfreunden kann, ist bei dem Skyliner richtig:

Sie sollten nämlich ein wenig Lagerplatz mitbringen, denn schon die Tubus-Länge allein beläuft sich auf 1,20 Meter!

Eckdaten des Skywatcher N 150/1200 Skyliner Classic

  • Bauart: Newton Reflektor
  • Montierung: Dobson Rockerbox aus Holz
  • Öffnung: 150 mm
  • Brennweite: 1200 mm
  • Öffnungsverhältnis: f/8 (lang)
  • Lichtsammelvermögen: 460-fach
  • Okularauszug: 2 Zoll Crayford (Reduzier-Hülse auf 1,25 Zoll enthalten)
  • Fangspiegel-Durchmesser: 34,5 mm
  • Tubus Bauart: Volltubus
  • Tubus-Länge: 120 cm
  • Tubus-Gewicht: 5,8 kg
  • Tubus-Länge: 120 cm
  • Rockerbox Maße: Durchmesser 40 cm, Höhe 60 cm
  • Montierung Gewicht: 10 kg
  • Gesamtgewicht: 16 kg

Lieferumfang des Skywatcher Dobson N 150/1200 Skyliner Classic DOB:

  • Dobson Rockerbox
  • Volltubus
  • Okularadapter für die Reduktion von 2 Zoll auf 1,25 Zoll
  • 1,25 Zoll Okulare: 25 mm und 10 mm
  • Sucherfernrohr 6×30 mit Fadenkreuz zum Auffinden von Objekten

Vor- und Nachteile des Skywatcher N 150/1200

  • Vorteile:
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis: Viel Öffnung fürs Geld
  • Geringe Obstruktion: Kleine Abbildungsverluste
  • Schneller und leichter Auf- und Abbau
  • Gute Stabilität der Optik
  • Robuste Rockerbox
  • Einstellbares Friktionssystem in Höhenachse
  • Genauigkeit der Nachführung sehr präzise möglich
  • Nachteile:
  • Keine Astrofotografie möglich bzw. sinnvoll
  • Lagerung des Teleskops: Gerät benötigt viel Platz

Eigenschaften und Besonderheiten

Maße, Gewicht und Design: Das Skyliner Classic 150/1200 weist auf den ersten Blick zunächst ein schlichtes, dabei edel anmutendes Design auf: Sie bekommen ein Teleskop, das in klassischem schwarz und weiß gehalten ist. Der Tubus und die Rockerbox sind weiß, während die Akzentfarbe der optischen Bauteile schwarz ist.

Die Maße sind mit 40×60 cm für die Rockerbox und 120 cm Länge bzw. 16 cm Durchmesser für den Tubus nicht gerade als griffig oder kompakt zu bezeichnen. Sie sollten sich also frühzeitig Gedanken machen, wie und wo Sie das Teleskop lagern wollen.

Das Gewicht für die Montierung beträgt etwa 10 kg, das des Tubus noch mal circa 5,8 kg. Sie haben also mit dem Skyliner 150/1200 etwa 16 kg Gesamtgewicht einzuplanen. Beachten Sie dazu auch unsere Tipps, wie Sie ein Fernrohr am besten transportieren – je nachdem, wo und wie Sie beobachten möchten.

Tolles Preis-/Leistungsverhältnis durch die Bauart: Das Skyliner Classic gehört zu den Dobson Newton-Reflektoren und bietet ein Maximum an Leistung für ein verhältnismäßig geringes Budget – diese Teleskope bieten Einsteigern also ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Das liegt auch daran, dass die Dobson Rockerboxen recht kostengünstig in der Herstellung sind, verglichen mit den wirklich teuren parallaktischen Montierungen.

Bei Montierungen wie dieser müssen Sie zwar stets nachführen, um das Objekt nicht aus dem Gesichtsfeld zu verlieren. Die Genauigkeit eben dieser Nachführung ist jedoch beim Skyliner 150/1200  erstaunlich gut, was auch durch den langen Tubus bedingt ist. Sie können durch das lange Rohr einfach präzisere Einstellungen vornehmen.

Die azimutale Achse läuft beim Skyliner Classic wie bei anderen Dobsons über Teflon-Pads. Die Höhenachse verfügt dabei über ein einzustellendes Friktionssystem, man kann also auf unterschiedliches Equipment mit anderen Einstellungen reagieren (zum Beispiel, wenn die Okulare leicht oder schwer sind).

Wer sich mit den Grundbegriffen noch nicht so auskennt, oder nicht genau weiß, worauf er beim Kauf achten sollte, der sollte übrigens zusätzlich einen Blick auf den am Ende dieses Artikels verlinkten Beitrag zur Kaufberatung allgemein werfen.

 

Schneller Aufbau und Montage: Die Montage des Spiegelteleskops kann man in etwa 10-15 Minuten nach dem Auspacken der Teile schaffen. Es wird lediglich der Volltubus in die dafür vorgesehene Aufhängung der Dobson Montierung fixiert und verschraubt. Die beigefügten 1,25 Zoll-Okulare müssen mit dem beiliegenden Adapter am 2 Zoll Okularauszug angebracht werden. Das Sucher-Fernrohr ist ebenfalls recht schnell montiert.

Den Sucher sollten Sie vor allem bei lichtschwächeren, dunkleren Objekten einsetzten.

Danach können Sie mit der Beobachtung beginnen und Ihre ersten spannenden Mond-Ausflüge unternehmen.

Achten Sie dabei auf einen möglichst harten, festen und stabilen Untergrund. Vermeiden Sie weiche Böden und Gras, damit nichts wackeln kann.

Die Bedienung ist recht leicht: Sie erfolgt in Höhe und Azimut ruckfrei und mit wenigen Fingern, das Teleskop bewegen Sie einfach per Gleit- und Drehlager.

Solide Optik, wenig Schwächen: Mit das Wichtigste ist ja bekanntermaßen eine gute Stabilität der Optik. Das erfüllt das N 150/1200 Skyliner Classic voll und ganz. Die Optik bleibt in jeder Stellung stabil und wackelfrei, sodass Sie eine wunderbare Beobachtung ohne verwackelte Bilder genießen können. 

Das vergleichsweise lange Öffnungsverhältnis f/8 bedingt bei diesem Modell einen recht kleinen Fangspiegel, der wiederum so zu einer geringen Obstruktion beiträgt – es gibt also nur kleine Verluste in der Abbildungsleistung.

Die beigefügten 10 mm und 25 mm Okulare sind brauchbar, jedoch nichts Besonderes, da wäre auch noch mehr rauszuholen, was bei diesem günstigen Preis allerdings klar ist.

Ein höherwertiges 5 mm Planeten-Okular wäre dagegen eine wirklich gute Investition. Damit könnten Sie viel detailreichere Bilder, zum Beispiel von der Mondoberfläche und Kratern, erhalten. Auch Mond- und Planetenfilter wären gut angelegt, denn bei einem hellen Objekt wie dem Mond müssen Sie eine Weile warten, bis Sie den Blick auf dunklere Objekte richten. Ein Graufilter wäre meine Wahl für solche Beobachtungen.

Allgemein ist die Abbildungsleistung wirklich gut:

Mond und Planeten sind wirklich klar erkennbar, wobei aber auch erste Nebel und Sternhaufen einigermaßen gut realisierbar sind. 

Die Deep Sky Beobachtung hat jedoch bei diesem Modell ihre natürliche Grenze. Wer mehr sehen möchte, muss eher zu einem 8-Zoll oder 10-Zoll Dobson Reflektor greifen.

Empfohlenes Zubehör

Aufgrund der oben beschriebenen Eigenschaften empfehlen wir Ihnen für das Skywatcher Dobson Teleskop N 150/1200 Skyliner Classic DOB (Amazon.de) folgendes Zubehör:

  • Für helle Objekte wie Planeten und Mond ein gutes 5 mm Okular
  • Zum besseren Aufspüren von leichten Objekten der Deep Sky Reiseatlas aus dem Oculum Verlag
  • Drehbare Sternkarte, um sich am Himmel orientieren zu können
  • Justierlaser 1,25 Zoll
  • Filter für Mond (evtl. Graufilter) und Planeten

Sie wissen noch nicht so recht, worauf es beim Kauf ankommt? Wir haben noch weitere Empfehlungen und Grundwissen zum Thema Teleskope für Sie.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Beobachtungen! 🙂

© AstronomieFans
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